Weinlese 2008 (2)

Letzte Woche wurden die Trauben für unseren Traubensaft geerntet und diese Woche ging dann die Lese richtig los: Müller Thurgau musste aufgrund des Gesundheitszustandes auf einen Schlag geerntet werden. Die letzten Niederschläge im August und Anfang September haben die Beerenhaut doch arg strapaziert. Die Moste präsentieren sich sehr aromatisch, mit Zuckerwerten von 77-88° Öchsle und einer Mostsäure von 7-8,5 Gramm/Liter. Ähnlich der Portugieser der morgen geerntet wird: Der Reifeendpunkt ist auch hier erreicht, ein längeres Hängenlassen hätte nur unerwünschte Fäulnis zur Folge. Wenn diese frühreifenden Sorten so etwas wie der Gradmeser für die späten Sorten und damit den neuen Jahrgang ist, können wir durchaus zufrieden sein. Riesling, Chardonnay und Spätburgunder sehen noch sehr gut aus und gewinnen täglich, bei zur Zeit spätsommerlichem Wetter, an Reife und Aroma. Sehr wichtig in diesen Tagen ist das ständige Beobachten der Traubengesundheit und der Entwicklung von Zucker, Säure und Aromabildung, draussen in den Weinbergen. Vom Schreibtisch aus ist eine intelligente Leseplanung nämlich kaum möglich. (Passend dazu. der sehr amüsante Beitrag auf Bernhard Fiedlers Weinblog) Wichtigstes Utensil ist deswegen neben dem Gaumen, der Refraktometer.

Peter

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