Rebe oder Zapfen, das ist hier die Frage!

Der Frühling  hat,  zumindest auf dem Papier begonnen, auch wenn es zur Zeit immer noch kalte Finger im Weinberg gibt. Die Rebschnittarbeiten gehen langsam dem Ende zu. Alle nicht vom Hagel betroffenen Lagen sind auf traditionelle Art und Weise geschnitten worden, d.h. ein Trieb bleibt aus dem Holz vom letzten Jahr stehen, um dann gebogen zu werden. Dort wo uns der Hagel im Mai 2008 erwischt hat, kann zum größten Teil keine Bogrebe geschnitten werden. Zu groß ist die Gefahr des Abbrechens beim Biegen durch die Schädigung , wie auch unsere Kollegen von der Mosel feststellen.

Hier wird dann oft der Zapfenschnitt durchgeführt: Die alte Bogrebe bleibt und es werden Zapfen mit 1-3 Augen, je nach Rebsorte stehen gelassen. Die Augenzahl und damit die Sommertriebzahl und die resultierende Traubenanzahl sollte dann in etwa gleich sein wie beim Bogrebenschnitt. Ansonsten kann der Stock über- oder unterfordert werden, der potentielle Ertrag zu hoch oder zu niedrig sein. Die Rebsortenbesonderheiten wie z.B. die Fruchtbarkeit dieser unteren Augen und die Wuchskraft müssen unbedingt beachtet werden.

Peter

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