Weniger ist mehr

Deutsche Verbraucher geben für Wein mehr Geld aus. Wie das Deutsche  Weininstitut (DWI) Vorfeld der internationalen Weinmesse ProWein auf Basis  von GfK-Erhebungen mitteilte, stiegen die Ausgaben für Wein in  Deutschland im Jahr 2011 um rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr,  während die gekaufte Weinmenge im selben Zeitraum um 2,7 Prozent sank.

Mit dieser Entwicklung geht auch ein höherer Durchschnittspreis für  Wein im Lebensmittelhandel einher. Von 2007 bis 2011 stieg dieser um elf  Prozent und liegt nun bei 2,63 Euro pro Liter. Nach Angaben des DWI zahlten  deutsche Weinfreunde für heimische Weine im vergangenen Jahr im Handel  durchschnittlich 3,04 Euro pro Liter, was einem Anstieg von 19 Prozent im  Vergleich zu 2007 und von zehn Prozent gegenüber 2010 entspricht. ?Wir  profitieren derzeit von dem allgemeinen Trend, dass insbesondere jüngere  Verbraucher bevorzugt regionale Produkte einkaufen, auch wenn diese etwas  teurer sind?, erklärte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.

Dank der höheren Erlöse konnten die deutschen Weinerzeuger 2011 ihren  Umsatz auf dem Vorjahresniveau halten, obwohl die zur Vermarktung  bereitstehende Weinmenge deutlich geringer war. Die deutschen Winzer  ernteten 2010 ein Viertel weniger als im Durchschnitt der Jahre. Daher  wurden im vergangenen Jahr acht Prozent weniger deutsche Weine verkauft.

Aktuell haben die heimischen Weine in Deutschland einen Marktanteil von 43  Prozent an den eingekauften Mengen, gefolgt von Italien (15 %), Frankreich  (14 %) und Spanien (8 %). Beim Weinumsatz kommen die deutschen Weine  aufgrund des höheren Durchschnittspreises auf einen Marktanteil von 51  Prozent. Rund drei Viertel aller Weine werden hierzulande im  Lebensmittelhandel eingekauft, wobei die Discountmärkte mit 47 Prozent  den größten Teil für sich in Anspruch nehmen.

Auch der Export heimischer Weine war laut DWI im vergangenen Jahr sehr  stark von der unterdurchschnittlichen Erntemenge des Weinjahrgangs 2010  geprägt. So wurde 2011 mit rund 1,5 Millionen Hektolitern insgesamt 11,8  Prozent weniger deutscher Wein ins Ausland exportiert. Da aber zugleich der  Durchschnittspreis um zwölf Prozent auf 2,27 Euro pro Liter stieg, ging  der Gesamtwert der ausgeführten Weine nur leicht um 1,7 Prozent auf 349  Millionen Euro zurück. Die wichtigste Exportmärkte für deutschen Wein  sind dem DWI zufolge die USA, Großbritannien, die Niederlande und  Norwegen. In Asien ist inzwischen China vor Japan der wichtigste Abnehmer  deutscher Weine.

(CS/Pressemitteilung)

Quelle: Deutsches Weininstitut

 

 

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