Kälte und (k)ein Ende in Sicht

Seit zwei Wochen Temperaturen wie schon lange nicht mehr. Am Dienstagnacht war bei uns mit -17 Grad dann das Minimum erreicht. Viele Kollegen und wir auch, haben seit Mitte letzter Woche mit dem Rebschnitt pausiert. Das Risiko von Frostschäden war gegeben, bei empfindlichen Sorten wie Müller Thurgau, Portugieser und Dornfelder muss man ab -15 Grad mit Schäden rechnen, Riesling verträgt da noch etwas mehr Kälte. Das Ganze ist natürlich abhängig von der Lage und dem Zustand jedes einzelen Rebstocks. Sollte es Schäden gegeben haben, kann man diese durch einen längeren Anschnitt (mehr Augen bleiben stehen) ausgleichen. Der zweite Grund fürs Pausieren war der eiskalte Wind , der die tatsächliche Temperatur um einiges kälter wirken lies.Mit frostigen Nasen, Füssen ud Händen macht dann die Arbeit im Weinberg, trotz Sonne und blauem Himmel doch keinen Spass. Weil aber die Arbeit bei uns nie ausgeht, haben wir die kältetsten Tage bei molligen 10 Grad im Holzfasskeller verbracht: die kräftigen 2011er Spätburgunder vom Kirchberg ruhen jetzt im kleinen Holzfass bis nächtes jahr. Rheinhessen Pinot, Portugieser und Regent wurden in die, bei uns traditionellen Stückfässer (1200 Liter) ungelagert.  Ab nächster Woche bewegen sich die Temperaturen wieder Richtung 0 Grad und der Rebschnitt wird fortgesetzt.

Peter

2011er Fassproben

Der neue Jahrgang auf dem Prüfstand: in den letzten Wochen standen diverse Jungweinproben auf dem Programm. Bei uns natürlich fast täglich, im größeren Kreis mit Kollegen von hier und aus dem Nachbarort zusammen mit einem Fachmann des DLR Oppenheim. Diese Woche dann bei uns, zusammen mit den Freunden des Kichbergs. Immer wieder interessant die Weine in diesem frühen Stadium zu probieren. Das Potential bei den noch hefetrüben einzuschätzen oder aber die Reife bei schon blanken und filtrierten Jungweinen zu erfassen. Dazu die verschiedenen Ausbaustile der Weingüter in Abhängigkeit ihrer Vermarktungstrategien oder aber ihrer persönlichen Vorlieben. Eins kann man aber übergreifend sagen: Der neue Jahrgang kann sich schmecken lassen! Kräftige Rotweine mit intensiver Farbe, die Weissweine mit sehr guter Struktur, reifer Weinsäure und je nach Rebsorte schon sehr weit entwickelt. Richtig probiert wird natürlich nicht im Keller, wie auf dem Foto, sondern wenn die Weine sich etwas temperiert und am Besten auch etwas Sauerstoff gesehen haben. Die Temperaturen sind zur Zeit viel zu kalt im Weinkeller. Weiterlesen

Reben schneiden

Januar, Zeit des Rebschnitts

Auch bei uns laufen die Scheren auf Hochtouren. Einge Kollegen beginnen mit dem Schneiden gerne schon mal im November oder Dezember. Wir sind dann allerdings immer mit Kellerarbeit und Weihnachtsgeschäft eingebunden, so dass immer in den ersten Januartagen der Startschuss fällt.

Peter

Takoyaki und KAULSILVANER

Takoyaki,  eine kulinarische Spezialität aus der Region Osaka, bestehen aus einer Mehl-Ei-Masse, die mit Frühlingszwiebeln, rotem Ingwer und Oktopus-stückchen – bzw alternativ mit Speck und Käse gefüllt werden. Das Formen der Kugeln in den halbkugelförmigen Vertiefungen der Teppan ist eine tolle Handwerkskunst. Kurz bevor die Takoyaki dann fertig sind, werden sie mit Wein übergossen. Da kommen wir dann ins Spiel…

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Das Ganze kann man LVE erleben und natürlich auch probieren und zwar am Stand  des Japanischen Gartens auf dem Weihnachtsmarkt in Kaiserslautern direkt vor der Adler-Apotheke neben der Stiftskirche. .

Einer der beiden Herren, die an dem Stand arbeiten ist Herr Nakada. Er ist aktuell der Takoyaki-Meister und kann daher das Formen der Teigbällchen besonders eindrucksvoll und schnell performen.

Besonders bemerkenswert ist, dass dies der erste Stand dieser Art auf einem Weihnachtsmarkt in Deutschland -ja sogar in Europa ist!

Peter

Ernte gut – Alles Gut!

Die Weinfreunde können sich auf einen genialen Jahrgang 2011 mit vielen Superlativen freuen

Die Weinlese in Rheinhessen ist bis auf einige wenige Weinberge, die noch zur Eisweingewinnung hängen, abgeschlossen. Die Zeit der Spekulationen ist jetzt vorbei. Vorab kann man schon einmal sagen, dass die meisten Winzer in Rheinhessen so zufrieden sind wie schon lange nicht mehr. Sie konnten herausragende Qualitäten bei überwiegend guten Erntemengen keltern.

Doch zunächst ein Blick zurück auf die Vegetationsperiode, in welcher die Weichen für diesen Jahrgang gestellt wurden. Vor Schäden durch den Winterfrost blieben die Winzer in diesem Jahr verschont, trotz eisiger Temperaturen um die Jahreswende. Der Austrieb war Mitte April extrem früh. Im Nachhinein hat sich das für einige Weinberge als fatal erwiesen. Etwa 15 bis 20 % der rheinhessischen Weinberge wurden in der Nacht zum 4. Mai von verheerenden Frösten getroffen, in einigen Weinbergen waren alle grünen Triebe zerstört. Hier kamen jedoch wieder Triebe auch mit Trauben nach, so dass in den betroffenen Parzellen wenigstens noch eine kleine Ernte eingefahren werden konnte. Auch die Blüte begann in den letzten Maitagen extrem früh und verlief in den meisten Gebieten sehr zügig. Damit waren die Weichen für den Ertrag gestellt. Nur einzelne heftige Hagel-Gewitter konnten in der einen oder anderen Gemarkung Schäden anrichten. Weiterlesen

Wein(aus)sichten

Das  Deutsches Weininstitut bittet um Abstimmung:
Wählen Sie die schönste „Weinsicht“ in den deutschen Anbaugebieten.
“Weinsichten Wandern, genießen und herrliche Ausblicke erleben, das alles und mehr bieten die 13 deutschen Weinanbaugebiete”.
Abstimmen können Sie hier, und zwar bis zum 04. Dezember 2011. Zu gewinnen gibt es ein Weinwochenende!
(Die beiden Bilder sollten Sie keinesfalls in Ihrer Entscheidung beeinflussen!)
Peter

WEINELF Deutschland: Deutscher Fußball-Kulturpreis

Als am letzten Freitagabend in Nürnberg der diesjährige Deutsche Fußball-Kulturpreis vergeben wurde, war auch die WEINELF Deutschland mit von der Partie. Die WEINELF wurde als Fußballmannschaft der besonderen Art bei der Preisgala vorgestellt.

WEINELF-Präsident Norbert Heine erklärte Moderatorin Kathrin Müller-Hohenstein und den zahlreichen Gästen in der Nürnberger Tafelhalle die Idee der WEINELF, bei der fußballbegeisterte Weinprofis aus allen Weinanbaugebieten den deutschen Wein im Umfeld ihrer Spiele genussreich in Szene setzen. Mitglieder der WEINELF sind deutsche Top-Winzer ebenso wie führende Oenologen, Weinjournalisten und Profis aus dem Weinmarketing. Neben der sportlichen Begegnung gehört die “dritte Halbzeit” mit der Präsentation einer Weinauswahl der Mitglieder des Teams deshalb zum festen Programm einer Begegnung.

So gab es dann auch für die Gäste der Gala, die jedes Jahr seit 2006 von der Deutschen Akademie für Fußballkultur veranstaltet wird, Weine der WEINELF-Winzer und zur Begrüßung 100 Flaschen Mumm-Dry, die WEINELF-Mitglied Karl-Josef Lauzi als Produktionsleiter bei Rotkäppchen-Mumm nach Nürnberg mitgebracht hatte. Weiterlesen

Jahrgang 2011 (8)

Jetzt ist er also im Keller, der neue Jahrgang. In den Medien wird viel darüber berichtet  und das  ausschließlich positiv, mit dem Hinweis auf tolle Qualitäten, Rekordmostgewichte und nach zwei kleinen Jahren endlich wieder auch quantitativ eine zufriedenstellende Ernte. Finale Leseinfos gibts natuerlich auch bei den Kollegen Wolfgang Janß Dirk Würtz und Harald Steffens. Auch bei uns sind die ersten Weissweine vergoren, die Roten bauen ihre Säure im Holzfass ab. Die Jungweine präsentieren sich sehr saftig mit intensiver Fucht und angenehm reifer Säure. Rieslinge, Silvaner und Chardonnay gären noch und werden die letzten Tage auf “Betriebstemperatur” gehalten. Die Keller sind durch die kühlen Nächte mit leichtem Frost langsam kalt geworden. Das gefällt den Hefen nicht so gut und sie arbeiten langsamer bzw. stellen ihr Arbeit erst mal ein. Da hilft dann eben nur das Heizgerät. Ständige analytische und sensorische Gärkontrolle ist natürlich Voraussetzung.  Insgesamt ein Jahrgang nach Maß!

Peter