Domaine Jeannot

Quentin Jeannot war während der Lese  5 Wochen bei uns im Betrieb als Praktikant beschäftigt. Er kommt aus St. Sernin du Plain im Burgund.
Dort bewirtschaften seine Eltern die Domaine Jeannot, mit Weinen aus Santenay und Maranges. Seit einigen Jahren sind sie unsere “Nachbarn” auf dem Weinsalon in Ceyzeriat und natürlich wurden in den letzten Wochen hier bei uns auch einige weisse und rote Burgunder aus dem Hause Jeannot getrunken. Diese haben wir sehr genossen und posten deswegen hier einige Informationen zur Domaine: Weiterlesen

Jahrgang 2011 (6)

Die Weinernte bei uns geht in die Endphase: Nach zwei Wochen mit sommerlichen Temperaturen sind alle frühen Sorten, sowie Silvaner und Scheurebe geerntet. Ähnlich wie bei Müller Thurgau und Co. mit erfreulicher Qualität und Menge.  Seit zwei Tagen sind wir am Riesling lesen und auch Spätburgunder von den leichteren Böden gärt schon vor sich hin. Erfreulich neben dem guten Zuckergehalt der Rieslingtraube ist, dass die Säurewerte, trotz sehr milder Nächte stabil geblieben sind. Am Wochenende werden wir die ersten Rieslingtrauben am Kirchberg, sowie den Chardonnay in Bad Kreuznach ernten.

Durch die Vorlese letzte Woche sind die Trauben sehr gesund und wir dürfen auf reintönige, aromatische, trockene Weine hoffen. Die Spätburgunder am Kirchberg schließen tradionell unsere Hauptlese ab und so wird es wohl auch in diesem Jahr werden.  Hier gibts weitere interessante Infos zur 2011er Ernte an der Mosel und im Rheingau.

Peter

Weils so schön war…..

Die Lese läuft auf  Hochtouren und die Vollernter sind (auch wegen der gestohlenen Trauben in der Pfalz und in Rheinhessen) allgegenwärtig. Gerade bei diesen sommerlichen Tagestemperaturen liegen die Vorteile einer nächtlichen oder früh morgendlichen Ernte auf der Hand. Letztes Jahr sehr erfolgreich und in aller Munde (und im Nahe TV!!) das Video zum Thema von Mac vom Kreuznach Blog.

Peter

Jahrgang 2011 (5)

Eine Woche nach Lesebeginn: Müller Thurgau, Portugieser und Dornfelder sind geerntet. Erfreulich gute Qualitäten und nach zwei mengenmäßig schwachen Jahren endlich auch wieder volle Traubenbehälter. Das Wetter ist seit einigen Tagen optimal, sonnig und trocken, nachts kuehl. Morgen werden Silvanertrauben geerntet und außerdem beginnen wir mit der Vorlese bei Riesling, Chardonnay und Burgundern, die insgesamt noch sehr schön aussehen, aber auch dort beginnt hier und da der Botrytispilz sein Werk. Diese Trauben werden jetzt geschnitten um den anderen noch etwas Reife zu gönnen.

Unterstüzt werden wir in diesem Jahr von Quentin Jeannot, der seine Winzerausbildung in Macon und bei uns sein Weinlesepraktikum absolviert.

Peter

CHA-DO – Der Weg des Tees

Teemeister zeigen ihre Kunst im Japanischen Garten Kaiserslautern

Vor 150 Jahren wurden offiziell die Deutsch-Japanischen Kontakte aufgenommen.  Dennoch ist uns Japan heute zum Teil noch sehr wenig vertraut. Deutlich wurde die kulturell grundsätzlich verschiedene Sichtweise vieler Dinge im Frühjahr 2011. Während viele Europäer,  vor allem aber die Deutschen, den Großraum Tokyo fluchtartig verließen, blieben die Japaner seelenruhig. Einzig das Auffüllen der vernachlässigten Haushaltsvorräte und der kurzfristig ausbleibende Nachschub führten zu Versorgungsengpässen in der Metropole. Trotz der immensen Anstrengungen, die der Wiederaufbau immer noch  fordert, ist der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Frankfurt/Main gelungen, eine Gruppe von insgesamt ca. 80 japanischen Künstlern der traditionellen Künste, nach Deutschland zu holen. Diese werden am kommenden Wochenende das fürstliche Gartenfest Schloss Wolfsgarten mitgestalten.

Darüber hinaus wird eine ca. 50 Personen umfassende Delegation der Gruppe auch am 23. September nach Kaiserslautern kommen.  Hier werden von Mittags bis Abends Teezeremonien im Japanischen Garten angeboten und am Abend wird eine Aufführung von traditionellem japanischen Tanz mit Orchester im Wechsel mit den japanischen Trommeln (Taiko)  das Publikum im AudiMax der Technischen Universität verzaubern.

Wie geschaffen für einen Einblick in die, für Europäer selten zugängliche Teezeremonie, ist das Tee- und Gästehaus im Japanischen Garten Kaiserslautern. Dort werden Teemeister der beiden großen Teeschulen (URA-senke und OMOTE-senke) in den Weg des Tees (CHA-DO)  einführen. Das besondere Ambiente des original japanischen, 100-jährigen Holz-Gebäudes stellt auch für die Teemeister ein einmalig und unbeschreiblich Ereignis dar.

Während der Gast sich auf nichts anderes als den Genuss des leicht herben Macha-tees vorbereitet und konzentriert, kann er den Blick ruhig über die Wasserfläche des oberen Sees schweifen lassen und so Abstand zum ansonsten so hektischen Alltag gewinnen. Einkehr und innere Ruhe sind nicht nur Nebeneffekte sondern auch Ziel der Teezeremonie, bei der das entscheidende Moment die Balance ist. Auch die Anordnung der Utensilien der Teezubereitung müssen stets in Balance zueinander stehen und so ist jeder noch so kleine Handgriff des Teemeisters vorgegeben. Weiterlesen

Jahrgang 2011 (4)

Müller Thurgau ist die erste Traubensorte, die bei uns geerntet wird.

Heute war Weinbergsbesichtigung angesagt, um den Lesesbeginn festzulegen. Fazit: Erntestart wird Mitte nächster Woche sein. Die Müller Trauben sehen insgesamt noch sehr schön aus. Die Zuckerwerte liegen jetzt zwischen 75 und 80 Grad Öchsle. Die Kerne sind teilweise schon schön gefärbt, die Aromatik ist allerdings noch nicht optimal und das Ganze fühlt sich doch noch sehr markig an. (Foto rechts: die Kerne lösen sich kaum vom Fruchtfleisch.) Man merkt hier deutlich, dass die Reben in Hackenheim und Umgebung in der Reife noch etwas zurück sind. Das liegt eindeutig am fehlenden Wasser im Sommer. Für das Wochenende sind sonnige Tage gemeldet und wir hoffen auf den letzten Reifekick!

Sehr schön und in der Reife schon relativ weit sind die Burgundersorten Silvaner und auch der Riesling.

Die Erntepausen zwischen frühen, mitelfrühen und späten Sorten, wie in den letzten Jahren üblich, wird es diese Jahr wohl nicht geben. Die Weinsäurewerte der Trauben nähern sich der 2003 Kurve und diesem Parameter wird wohl besondere Aufmerksamkeit zukommen müssen.

Peter

Jahrgang 2011 (3)

Ein wieder mal außergewöhnliches Weinjahr geht in die entscheidende Phase: Die Traubenreife ist in vollem Gange und die Weinernte steht vor der Tür.  Die Mostgewichte hier an der Nahe und im nördlichen Rheinhessen liegen ähnlich der Jahre 2007 und 2003, wobei die Säurewerte noch sehr stabil sind. Außergewöhnlich war in diesem Jahr vor allem, zumindest bei uns in Hackenheim, die große Trockenheit im Frühjahr, die bis in den Sommer anhielt. Kleinere Niederschläge im Juni und Juli vertrockneten schneller, als dass sie in den Boden eindringen konnten. Vor allem die jüngeren  Weinberge litten sehr unter dieser Dürre. Anfang August kam dann endlich der ersehnte durchdringende Regen und die Weinberge blühten förmlich auf. Der fast 14 tägige Vegetationsvorsprung durch die Wärme im Frühjahr, wurde durch die durchwachsenen Sommertemperaturen zum Glück etwas gebremst und zurzeit sind wir im langjährigen Mittel. Im Gegensatz zu den Kollegen an der Mosel und in Rheinhessen hatten wir bis jetzt in diesem Jahr Glück bei den öfters auftretenden Gewittern. Weiterlesen

Jahrgang 2011 (2)

Punktlandung: Vor 14 Tagen hatte ich mir Regen gewünscht, weils bei uns in Hackenheim einfach nicht hat ausgiebiger regnen wollen. Letzte Woche  war  es dann soweit: 40 Liter/qm über drei Tage verteilt. Genau zum letztmöglichen Zeitpunkt, denn auch die späten Trauben beginnen jetzt reif zu werden. Seit einigen Tagen haben wir hier perfektes Traubenreifewetter: trocken, sonnig und warm. Die  Beeren haben sich etwas gefüllt und nun gilt es besonders bei den engbeerigen Burgundern und Rieslingen, penibel auf die Traubengesundheit  zu achten. Jetzt wird nochmals leicht in der Traubenzone entblättert, dabei  überzählige, beschädigte oder in der Reife zurückliegende Trauben entfernt. Der Wetterbericht für die nächsten Wochen sieht sehr gut aus.

Bei den frühen Sorten kann man schon die Beeren probieren und wenn alles normal verläuft wird bei uns die Lese 2011 ab der 38 Kalenderwoche beginnen. Auch Dirk Würtz hat ein Update 2011 parat und im “Herzen Rheinhessens” sieht es demnach ähnlich aus wie hier bei uns an der Grenze zur Nahe.

Peter

Weinwirtschaft schlägt Weinpolitik

3:1 hat die Weinwirtschaft die Weinbaupolitik beim Fußball geschlagen. In Piesport war am Samstag die deutsche Weinelf – eine Auswahl von Spitzenwinzern – gegen eine Auswahl des Bundesminitseriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz angetreten.

Nachher kam auch der Weingenuss nicht zu kurz. Der Erlös in Höhe von 800 Euro kommt der Kinderkrebshilfe zugute. Im Bild links die Moselwinzer der Weinelf, Mario Schwang, Gernot Hein und Nico Schmitt. In Grün Bernd Schwang und ein weiteres Mitglied der Ministeriumsmannschaft. Quelle : volksfreund.de (cbh)/TV-Foto: Christina Bents